Aubrey Parsons hat den Keyboarder Eddie Campbell und den Drummer Steve Washington von TEXAS getroffen, die beide schon seit langem Roland-Instrumente spielen:
Eddie Campbell – Keyboards
Obwohl Eddie nicht zur Original-Besetzung gehört, kann man ihn im Video zur ersten UK Hit Single “I don’t want a lover” bewundern. Wir haben ihn bei John Henry in London getroffen, wo die Band ihre Proben für die Tor im Frühling 2001 absolvierte.

Wie bist Du zum Spielen gekommen?
Mein Bruder hatte David Bowies "Hunky Dory"-Album und ich habe mich sofort darin verliebt. Ich habe gespart und ein Crumar Piano gekauft. Es hatte allerdings vier tote Tasten, die ich beim Spielen immer umgehen musste. Um "Life on Mars" zu lernen, habe ich ungefähr 3 Jahre gebraucht. damals war ich erst 13 oder 14. Zu diesen Zeiten war alles auf Band oder Schallplatte,so dass ich endlos zurückgespult und immerwieder dazu gespielt habe, bis ich den Song drauf hatte. Ich kann bis heute keine Noten.

Wie lange bist Du schon bei Texas?
12 Jahre. Es macht eine Menge Spass, da jetzt alles mit dem Greatest Hits-Album wieder los geht. Ich freue mich auf die Tour. Wir haben jede Menge Curry gegessen, um uns für die Vorbereitungen fit zu halten.
Du hast ziemlich viele Roland-Instrumente in Deinem Rack. Warum hast Du uns gewählt?
Ich liebe die JV- und XV-Serien. Roland-Sounds sind unschlagbar. Die JVs sind grossartig für Live-Konzerte. Ich kann eine Performance programmieren und ein Pad oder Piano eine oder zwei Oktaven transponieren. Es erspart mir, 20 Keyboards auf der Bühne haben zu müssen. Ich verwende das A-90-EX als Masterkeyboard, nutze aber auch die internen Piano-Sounds.

Wie sieht’s mit der VK-7 aus?
Die VK-7 ist grossartig, Ich liebe den Overdrive. Der Hall ist fantastisch - ich liebe diesen klirrenden Sound.

Ich habe bemerkt, dass Du bei den Proben die VK-7 direkt an die PA anschliesst. Wirst Du es Live genauso machen?
Ja und Nein. Wir werden wohl einen Leslie anschliessen, aber - um ehrlich zu sein - es klingt auch direkt in die Anlage fantastisch, die Leslie-Emulation ist erstaunlich.

Was planst Du nach der Tour?
Ich denke, ach Tourende werden wir direkt zurück ins Studio gehen. Wir wollen nicht ‘rumhängen. So ist es am besten, denn wenn man mit etwas erst einmal aufgehört hat, ist der Neuanfang um so schwerer.

Steve Washington – Drums
Zwei Tage nachdem wir das Interwiev bei John Henry gemacht hatten, verliess Drummer Mykey Wilson die Band.
Sein Ersatz Steve Washington verwendet ebenfalls das TD-10 V-Drum- Modul - er triggert es allerdings über sein akustisches Kit. Wir trafen Steve im CIA, als die Band den finalen Soundcheck für das Konzert am Abend machte.

Mit wem hast Du alles gearbeitet?
Ich habe alle Drums für Take That gespielt und ich war mit auf der letzten Wet Wet Wet Tour, bevor sie sich getrennt haben. In den letzten paar Jahren habe ich auch mit Nick Kershaw gearbeitet und einige Alben mit ihm aufgenommen. Und jetzt natürlich Texas.

Wie lange spielst Du schon?
Mit 11 habe ich angefangen und mit 13 bin ich Profi geworden. Ich habe in Clubs gespielt und mit dem Reggae Philharmonic Orchestra gearbeitet. Auch im Princes Trust war ich bei den Sounds Live Courses dabei. Ich gebe auch Unterricht. Ich habe an Paul McCartneys LIPA (Liverpool Institute of Performing Arts) unterrichtet.

Was für Endorsements hat Du?
Premier Drums, Paiste Cymbals und Vater Sticks.

Mykeys Kit war ein Hybrid aus V–Drum Pads und akustischen Trommeln. Du bist akustischer Schlagzeuger - ich habe allerdings gesehen, dass du Trigger an allen Trommeln hast...
Ich muss in der Lage sein, die Sounds der originalen Aufnahemn anzubieten, deshalb ist das gesamte Kit an ein TD-10-Soundmodul angeschlossen. Ich muss darüber nicht nachdenken, da Alan (Moffat – Drum Tech) die Patches zwischen den Songs wechselt. Normalerweise benutze ich keine elektronischen Instrumente, es sei denn, die Band mit der ich arbeite, will es so.

Du bist buchstäblich in letzter Minute zu dieser Tour gekommen…
Ja, ich habe den Anruf am Freitag bekommen. Am Samstag nachmittag kam ich in der Newcastle Arena an und fing sofort mit Proben an. Montag war das erste Konzert. Nach meiner Ankunft habe ich erstmal Lead Sheets geschrieben. Montag Morgen habe ich alles auf ein A4 herunterdestilliert (welches jetzt an Steves Drumstand klebt). Dann konnte es losgehen!

Hast Du Lampenfieber vor dem ersten Auftritt?
Ich würde lügen, wenn sich sagen würde, der erste Auftritt macht mich nicht ein wenig nervös, aber da muss man durch. Ich wollte gut spielen und habe meine Hausaufgaben gemacht. Die Proben waren entspannt. Obwohl eine Menge passierte und ich mir sehr viel merken musste, war es cool.

Hast Du nach dem erste Gig gefeiert?
Nicht nach dem ersten. Ich habe erst ein paar mehr abgewartet. Ich wollte erst sicher sein, dass alles OK war!

Wirst Du dabei bleiben, wenn sie Dich fragen?
Ja klar. Es ist ein prima Gig und die Zusammenarbeit mit ihnen ist sehr angenehm. Die Band, Crew, Busfahrer und alle anderen, die auf dieser Tour arbeiten, sind wirklich entspannt. Ausserdem ist das Catering exzellent. Man kümmert sich wirklich gut um uns. Auf Tour bekomme ich wesentlich besseres Essen als sonst!