Interview mit Monte Neuble

Letztes Jahr hat Keyboarder Monte Neuble vor mehr Leuten gespielt, als die meisten Musiker in ihrem ganzen Leben. Mit Mariah Carey bei Live 8 hatten Monte und sein Fantom-X z.B. Milliarden von Zuschauern. “Das war echt cool”, sagt Monte in seiner charakteristischen entspannten Art. Ihn scheint nichts zu schrecken, was wohl auch der Grund ist, warum er für Starts wie Mariah, Snoop Dogg, Missy Elliott und Jessica Simpson spielt.

Monte stammt aus Los Angeles und er wuchs damit auf, in der Kirche zu spielen. Hier traf er Warren Campbell , der ihn letztendlich dem MD der Band All 4 One vorstellte. Das Montes Einstieg in das Tourneegeschäft. Er wurde gebucht, um auf der Tour Synthbass zu spielen und hat es seitdem nie bereut.

Monte war kürzlich bei Roland U.S. zu Besuch und sprach bei der Gelegenheit über sein Roland-Equipment.

Wie lange benutzt Du schon Roland-Instrumente?

Sehr lange. Mein erster Roland-Synth war ein D-50, danach habe ich einen gebrauchten Juno-2 gekauft. Ich habe immer noch einen Juno-2, oder genauer - drei davon. Einen habe ich im Studio, einen zu Hause und einen im Kofferraum. Ich verwende sie mistens für Synth-Bass und Wahwah-Sounds. Man kann wirklich coole Sachen damit machen. Danach habe ich mir einen XP-60 und -80, einen JV-2080 sowie einen XV-5080 besorgt; jetzt habe ich zum Fantom-X gewechselt . Ich liebe den Fantom.

Benutzt Du den Fantom-X6, -X7 oder -X8?

Ich habe einen X6 aber auf Tour habe ich den X7 verwendet. Die extra-Tasten sind klasse, da ich oft Split-Sounds über die Tastatur verteile. Also sind der X7, ein D-50 und der Juno-2 meine Haupt-Synths.

Wenn Du mit Mariah, Snoop und Jessica auftrittst, welche Fantom-Sounds benutzt Du in erster Linie?

Im Grunde alles — eine Menge Streicher und Bläser — ich mache auch viel eigene Sounds. Abhängig von den Sängern/Sängerinnen, mit denen ich arbeite, erstelle ich Sounds, die denen auf der Platte so nahe wie möglich kommen.

Ich habe Einstellungen für alle Künstler, mit denen ich arbeite, abgespeichert. Sogar in den Zeiten, als ich den XP-80 benutzt habe, hatte ich separate Bänke für Ja Rule, Missy [Elliott] oder mit wem ich auch arbeitete.

Warum hast Du dich für einen Fantom-X entschieden?

Mir gefällt, wie flexibel er ist. Außerdem ist er sehr leicht zu verstehen. Besonders die Editing Shortcuts und die Favourite Patches [One-Touch Access] sind bei Live-Auftritten sehr praktisch.

Im Vergleich mit anderen Workstations ziehe ich den Roland-Bender vor [Pitch/Mod]. Ich benutze ihn häufig für Bass, kleine Licks und andere Dinge - ich fand ihn immer sehr komfortabel zu bedienen.

Kürzlich hast Du mit Jessica Simpson in einer Reihe von TV Shows gespielt, um ihre Coverversion von “These Boots Were Made for Walking” zu promoten. Dabei hast Du den Fantom-X benutzt.

Ja, ich habe Keyboard Harmonica auf dem Fantom-X gespielt. Hat prima funktioniert.

Welche SRX-Karten hast Du in Deinem Fantom-X installiert?

Ich habe fast alle Karten. Ich liebe sie - massenhaft erstklassige Sounds wie z.B. die Symphonic Strings-Karte [ SRX-04 ], die ich im Studio oft verwende.

Du hast Dir kürzlich einen V-Synth XT zugelegt. Wie findest Du ihn?

Zuallererst ist er wahrscheinlich das coolste Rack-Gerät, das ich je gesehen habe. Er ist mächtig. Mir gefallen die unterschiedlichen Tonerzeugungen [ Sampling mit VariPhrase, Analog Modeling, COSM-Prozessoren und externe Audio-Verarbeitung]. Etwas ähnliches habe ich noch nie gesehen. Und die Tatsache, dass ein D-50 Modell eingebaut ist [ VC-2 ] — hat mich sofort überzeugt!