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AP. Du hast mit vielen berühmten Leuten gearbeitet, bist aber erst 30.
JD. Ja - klopf auf Holz. Für die letzten fünf Jahre war ich solide durchgebucht. Als ich anfing,kam keine meiner Produktionen über Platz 24 in den Charts. Das war schon bald ein Running Gag. Dann plötzlich gings los. Es ist zwar harte Arbeit, aber man braucht im Grunde nur einen großen Erfolg, danach geht es wie von selbst. Das einzige Problem ist, dass jetzt jeder von mir die selbe Platte haben will (Fast Love George Michael). Wenn Du an einer Platte gearbeitet hast, die Millionen verkauft hat, wollen Deine Auftraggeber natürlich dasselbe Erfolgsrezept. Ich interessiere mich für zu viele verschiedene Musikrichtungen, als das ich immer mit dem selben Rezept arbeiten könnte. Wenn ich den ganzen Tag nur R&B oder 2 Step machte, würde ich wahrscheinlich bald durchdrehen und anfangen, in einer Bank zu arbeiten.
AP. Wie kam es zur Zusammenarbeit mit George?
JD. Ich habe hier in den SARM West Studios mit einem Mädchen namens Lisa Moorish gearbeitet, die eine Coverversion von "Im Your Man" machen wollte. George hat, ungefähr zwei Wochen bevor wir mit dem Stück anfingen, in Studio Zwei gearbeitet. Wir haben T-Shirts wie das alte "Choose Life! Wham!" drucken lassen und schickten ihm eines davon. Es hat funktioniert, er kam ins Studio, hörte sich das Stück an und es gefiel ihm. Eines Tages rief er mich an, spielte mir Jesus To a Child und einige andere Stücke vor und fragte mich, ob ich etwas für ihn machen wollte. Ich hüpfte für ungefähr 10 Minuten herum, als wenn ich im Lotto gewonnen hätte. Dann habe ich Fast Love und Spinning the Wheel auf dem Album gemacht. Jetzt arbeiten wir am neuen Album.
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AP. Wie arbeitest Du normalerweise?
JD. Mit George fangen wir bei Null an und entwickeln das fertige Produkt. Normalerweise machen wir einen Roughmix des Playbacks und er singt dazu. So baut sich das Stück auf. Wir bauen für George ein RADAR (Hard Disk System), Mischpult und Effekte in einem extra Raum auf, wo er alleine arbeiten kann. Ich arbeite separat an der Musik. Wenn die Vibes nicht stimmen und der Song nicht vorankommt, machen wir eben mit etwas anderem weiter. Um die Stimmung zu halten muss ein Stück schnell entstehen, aber es muss gleichzeitig gut genug für eine Platte sein.
AP. So arbeitet ihr gleichzeitig am selben Stück aber in getrennten Räumen?
JD. Ja. Wenn ich irgendetwas am Stück verändere, spielen wir einfach einen Stereomix auf Georges RADAR, so dass er daran arbeiten kann. dann bouncen wir alles auf ProTools und machen damit weiter.
AP. Wie weit seid ihr mit dem Album?
JD. Wir habe jetzt etwa 18 Stücke in verschiedenen Musikstilen. Nun müssen wir uns alle genau anhören und festlegen, wie wir ein Album daraus machen, welches sich deutlich von den vorherigen Alben unterscheidet. Man kann nicht einfach eine Trance-Platte machen und Georges Gesang obendrauf packen. Es wird wie jemand anderes klingen. Seine Platten haben immer etwas Besonderes. Wir werden heutzutage mit so viel Musik bombardiert, dass unsere Sinne abstumpfen. Es ist wichtig, dass er seinen eigenen Sound hat.
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