Interview mit Dishwalla

Nachdem Dishwallas Chart Rock Song of the Year “Counting Blue Cars” sich 1995 aus den Charts verabschiedete, schien die Band sich ebenfalls zu verabschieden. Die folgende Veröffentlichung, von 1998 “And You Think You Know What Life’s About” war ein unglückliches Beispiel für die Zusammenschluss-Hysterie der Plattenindustrie in den späten 90ern. Zu der Zeit konnte es passieren, dass eine Band sich beim Soundcheck auf einem Label fand und bereits bei der Zugabe auf dem nächsten. Viele Bands, einschliesslich Dishwalla waren in der unglücklichen Lage, ihrem Label erklären zu müssen, wer sie eigentlich waren. Da sie nicht in einem musikindustriellen Durcheinander bleiben wollten, wo sie anonym waren, beschloss das Quartett aus Santa Barbara auszusteigen und Songs zu schreiben. Das Resultat ist das lyrische und zeitweilig melancholische “Opaline”, eine “Back to the Roots”-Produktion mit der Single “Somewhere In The Middle”, die zunehmend häufiger im ganzen Land gespielt wird. “Die neue Platte ist ziemlich organisch,” sagt der Bassist Scott Alexander während des Gesprächs mit uns in Boston, wo die Band sich während ihrer Tour gerade aufhielt. “Wir haben versucht, das Live-Feeling so gut wie möglich ‘rüberzubringen. Ein Stück auf der Platte, ‘Today, Tonight,’ wurde komplett live eingespielt. Wir waren alle im selben Raum mit einem Haufen Kerzen; wir haben einfach losgelegt und es ist auf der Platte.”

Mit einem erdigen Sound, der zu gleichen Teilen aus P-Bass, Les Pauls, Teles sowie Vintage Amps und Tasten besteht, produziert Dishwalla raue, ehrliche Musik die perfekt J.R. Richards ausdrucksstarken Gesang unterstreicht. “Wir wollen nicht, dass die Produktion die Songs überdeckt,” erklärt Alexander. “Wir haben es auf der zweiten Platte ein wenig mit den Klingeln und Pfeifen übertrieben - ich denke, jetzt sind wir damit durch.”

Als Resultat sind Alexander und die anderen Bandmitglieder Puristen, wenn es um ihre Effekte (eine umfangreiche Sammlung von BOSS-Pedalen) geht. “Ich liebe das ODB-3 Bass OverDrive,” sagt Alexander. “Ich benutze es jetzt seit etwa fünf Jahren. man hat so viele Klangvariationen und man büßt keine Tiefen ein, wie bei den meisten anderen Overdrive-Pedalen. Wir mögen eine solide Grundlage in unserer Musik und dieses Pedal ist ein wichtiger Teil davon,” fährt Alexander fort. “Oft, wenn wir in den Refrain eines Stückes gehen, trete ich das ODB-3, um etwas extra-”Schmutz” zu bekommen.”
Aber dieses Pedal ist nicht nur gut für Bass, wie Alexanders Bandkollegen herausgefunden haben. “Ich habe eine Menge Leute auf dieses Pedal gebracht,” gibt Alexander zu. “Jim Wood, unser Keyboarder, verwendet das Bass OverDrive bei seiner Orgel. Er übersteuert sie, bevor er das Signal zum Lesie schickt. Er benutzt es auch mit seinem Moog.”
Alexanders Heavy Sound hört mit dem Overdrive noch nicht auf. “Ich habe einen CEB-3 Bass Chorus – einen der alten braunen – jetzt seit ungefähr zehn Jahren in Gebrauch,” sagt er. “es ist immer noch hervorragend. Es ist absolut unverzichtbar. Und wir haben kürzlich alle auf das TU-2 Chromatic Tuner-Pedal umgestellt, weil es so robust ist. Als ein BOSS-Tuner im Metallgehäuse auf den Markt kam sind alle daraufgesprungen. Jeder in der Band hat eins.”
Da die Band die nächsten zwei Jahre auf Tour sein wird, werden sie ihre BOSS-Pedale heftig einsetzen, während sie eine vielversprechende Karriere auf dem neuen Independent Label Immergent starten. “Als wir aus unserem ersten Deal herauskamen,” gesteht Alexander, “wollten wir nicht sofort wieder bei einem anderen Major Label anfangen, wo Du sechs Wochen hast, um einen Song im Radio zu plazieren, andernfalls fliegst Du ‘raus. Wir finden, das kann nicht alles sein."